La vida en Paraguay.

 
03Dezember
2013

Der Beule gefällt es an meinem Fuß...

Mittlerweile ist ein Monat vergangen und die Beule an meinem Fuß sieht keinen Zeitdruck von meinem Fuß zu verschwinden. Ich weiß auch nicht, was da los ist, auf jeden Fall ist mein Fuß jetzt seit 4 Wochen ordentlich angeschwollen und tut weh. Das heißt damit auch 4 Wochen kein Sport. Bei dem Essen hier, ist das wirklich kein Spaß. Ich war jetzt mit meinem Trainer noch einmal bei einem anderen Arzt, werde jetzt zur Physiotherapie gehen und dann soll es „ganz schnell“, wie er meinte, innerhalb von 2-3 Wochen verschwinden… warten wir mal ab.

 

Davon habe ich mich aber auf keinen Fall abgehalten, Dinge zu unternehmen. Vor ein paar Wochen waren wir am „Salto Cristal“, einem kleinen Wasserfall, irgendwo im Nirgendwo, wo man schwimmen konnte. Die Jungs meinten, mit dem Auto brauchen wir más o menos 1 ½ Stunde, no más. Also ging es los, wir drei Mädels hinten im Auto, die Jungs vorne, Teréré dabei, ordentlich Picknick und gute Musik. Nach 1 ½ Stunden hatten wir dann gerade mal Asunción verlassen und wir wussten, dass sich diese Fahrt noch etwas herausziehen könnte. Nach 3 Stunden kamen wir dann Irgendwo im Nirgendwo an. Wir hatten schon längst jede Orientierung verloren, die Jungs waren sich aber sicher, sie wüssten, wo wir hinmüssten (sie waren selbst auch noch nie dort gewesen). Nach ein paar Verfahrungen und Achterbahnfahrten durch den Schotter, kamen wir dann 4 Stunden später am Ziel an. Dann mussten wir noch ordentlich klettern (ich mit meinem Fuß, könnt ihr euch vorstellen… das war ein Spaß…) und nach einer ¾ Stunde laufen kamen wir dann endlich an den wunderschönen Ort. Den kleinen Wasserfall mitten im Nirgendwo.:)! Es war wunderschön.! Die Abkühlung das Schwimmen, dann das Picknick und gemütlich in der Sonne liegen, hat sich gelohnt!

Nur zu empfehlen, dieser Salto!

Der Salto. Steile Kletter- Herausforderung! Die Abkühlung.!.:) Alles gepackt, los gehts! 1 Stunde mitten im Nirgendwo gefahren..

Mittlerweile hat hier die Dengue- Zeit begonnen. Damit auch unsere panische Mückenangst. Jedes Mosquito wird als Dengue Mücke verdächtigt und wird knallhart, hochkant mit dem Mückenspray entfernt!

Zum Dengue gibt es viel zu viele verschiedene Meinungen, die einen sagen, das erste Mal sei es nicht schlimm, erst beim zweiten Mal, sei es lebensgefährlich. Die anderen sagen, das erste Mal ist es schon lebensgefährlich. Und wieder andere meinen, nach dem ersten Mal wäre man immun (das glaube ich aber nicht, kenne nämlich viele, die es schon 2 oder mehrmals hatten!). Wie auch immer, wir haben nicht vor eine Dengue- Mücke in unseren Körper eindringen zu lassen und hoffen bei jedem neuen Mückenstich, dass es kein Dengue ist.

Der erste Advent ist nun auch schon vorbei. Wirklich komisch. 1. Advent bei Temperaturen von 38 Grad im Schatten. Samstags hatten wir natürlich auch die ersten Plätzchen gebacken, um sonntags ein kleines Weihnachtsfeeling zu bekommen. „Glücklicherweise“ hat es sonntags so sehr gewittert, dass wenigstens ein kleines Winterfeeling und damit ein kleines Weihnachtfeeling aufkam und wir sogar ein Teechen trinken konnten.

Achja, nicht zu vergessen. Wir waren vor einer Woche für einen Tagesausflug in San Bernadino. Eine Stadt, die im Sommer, als Urlaubsort von vielen Paraguayern genutzt wird. Traumhaftes Wetter, leckeres Essen und tolle Erinnerungen. Leider kann man in diesem See nicht baden, da er zu verdreckt ist.

San Bernadino wunderbarer Tag! Eine Runde San Bernadino- Chilling Am See Mit dem neuen Teréré Equipo!

 

Um ein paar News von unserem Projekt zu bringen. Das Hockeytraining und der Englischkurs haben gut begonnen. Beim Hockey müssen wir aufpassen, dass sich keine Köpfe eingeschlagen werden, aber ansonsten läuft es echt gut, wenn auch ab und zu etwas chaotisch. Beim Englisch sind die Kinder sehr motiviert und wollen so viel wie möglich lernen. ;)

Erst muss natürlich sich gedehnt werden.. Grundregeln des Hockeys.. Klein-Großes-Chaos.;) Unsere 3 Grundregeln..

Ganz in ihrem Element.. ;) Es geht voran...

Außerdem haben wir begonnen eine Wand anzustreichen.Jetzt hat die Ferienkolonie im Projekt begonnen und es werden Tagesprojekte angeboten. Unter anderem werden wir an einem Tag mit den Kindern zusammen die Wand bemalen. Bald mehr davon!

Saludos,

Besos.<3.

02November
2013

Nein, wir chillen nicht nur, die Arbeit hat angefangen…

Zum Projekt.. wir arbeiten in Ko’embota, einer Fundación im Lambaré, ca. 30 Minuten mit dem Bus von unserem Haus entfernt (--> nähere Infos zur Fundcación hier: http://verein-koembota.com). Am ersten Tag hieß es unsere Arbeitszeiten seien von 7.30 Uhr- 17.00 Uhr, wir haben más o menos direkt gesagt, dass wir nicht so viel arbeiten möchten und haben unseren Arbeitstag auf 9.00 Uhr- 16.00 Uhr gekürzt. ;)

Ko'embota Ko'embota Eingangsbereich Ko'embota

Die ersten Tage waren echt hart die Kinder erstens zu verstehen, anschließend eine Antwort geben zu können und dann noch die Gegenantwort zu verstehen. Schwer ist auch den Mix der Kinder zu verstehen, der aus Castellano und Guaranie (der Ursprache) besteht. Aber so langsam wird es und man versteht immer mehr…

Die Kinder, die in diese Fundación kommen, wohnen in den umliegenden 4 Armenviertel und sind ca. zwischen 3 und 16 Jahren. Es ist oft nicht einfach zusehen, in welchen Verhältnissen diese Familien dort leben müssen. Oft ist es nicht mehr als ein einfaches, undichtes Dach und ein paar Wände drum herum, in dem gelebt wird. Auch Dengue ist hier viel verbreitet, weil die Viertel sehr nah am Fluss liegen und es die Mosquitos in Massen gibt.

Es gibt zwei Seiten der Kinder.

Auf der einen Seite sind sie unfassbar goldig, reden extra langsam (viele, nicht alle) für uns, empfangen uns morgens liebevoll und fragen, wenn wir mal nicht da waren, wo wir waren und wieso wir nicht da waren.                       Fundación mit den 3 Geschwisterkindern. Starkes Duell, wer wohl stärker war..

Auf der anderen Seite, werde ich quasi jeden Tag von Neuem ausgelacht/fertig gemacht, wegen dem rollenden „R“ (welches ich eher más o menos nicht kann), es werden sich immer wieder neue Wörter mit möglichst vielen R’s überlegt, die man sagen soll…:D Mittlerweile nehme ich das mit Humor und schlage ihnen zum Gegenzug das „tschechische Streichholzschächtelchen“ vor, denn dann sind sie ganz schnell still.:D Überarbeiten tun wir uns momentan noch auf keinen Fall. Entweder wir helfen 5 Stunden beim Gemüse schnippeln in der Küche, helfen den Kindern beim Lesen und Schreiben lernen, malen mit den ganz Kleinen oder setzen uns ganz gemütlich auf eine Bank, um mit dem lieben Don Francisco (76- jähriger Hausmeister) Teréré zu trinken.Meistens ist es so drückend warm, dass wir uns von einem Ventilator zum Nächsten bewegen, um nicht ganz so sehr ins Schwitzen zu kommen.

Jetzt haben wir aber die gesammelten Hockeyschläger ins Projekt gebracht, unseren Klassenraum, in dem wir unterrichten werden, eingeräumt und nächste Woche kann es richtig losgehen. So wie der Plan ist (Pläne hier in Paraguay werden eher seltener eingehalten), werden wir zweimal die Woche Englisch unterrichten und zweimal die Woche unser Hockeyprojekt starten. Ob das alles so klappt, werden wir sehen...

Das Essen ist eigentlich echt lecker dort, abgesehen von dem Essen des Tages Mittwoch. Es gibt „Mondongo“. Es hört sich harmloser an, als es wirklich ist, es schmeckt nämlich schrecklich. Mondongo sind Teile des Magens einer Kuh, es schmeckt gummig und wirklich nicht lecker.

Da es zu offensichtlich war, dass wir das Fleisch großweitig versuchten zu umgehen, wurde den Anderen klar, dass es nicht eines unserer Lieblingsessen ist und der liebe Don Francisco packte dann zu diesen Tagen seinen Sandwichmaker aus (--> auf den er sehr stolz ist), legte Wurst und Käse darauf und machte uns einen himmlischen Sandwich.

Das letzte Wochenende haben Esther, Milena und ich für 4 Tage einen Kurztrip, nach Buenos Aires gemacht.

Havanna- Beste Alfajor- Buenos Aires La Boca- Buenos Aires Buenos Aires Kleine Fahrradtour- Buenos Aires Eine Pause muss auch mal sein...- Buenos Aires

Kompletter Gegenteil zu hier. Buenos Aires ist unfassbar europäisch…viel geordneter. Man kann nicht gemütlich über eine Straße laufen, ohne auf irgendeine Ampel schauen zu müssen (hier gibt es keine Fußgängerampeln), man muss die Bushaltestellen suchen, um in einen Bus einsteigen zu können und kann nicht einfach, wir hier, sich an eine Straßenecke stellen und warten bis der nächste Bus vorbeidüst. Wenn die Straße zweispurig ist, bleibt sie auch zweispurig und wird nicht wie hier, je nach Bedarf zu drei- oder vierspurig vergrößert.

An die ganze Ordnung mussten wir uns erst einmal wieder gewöhnen. Das Angenehme an dem Europäischen war jedoch, dass man nicht von jeder Seite angestarrt oder angehupt wurde, sondern mal ganz in Ruhe eine Straße entlanglaufen konnte, ohne dass es nur irgendjemanden interessierte.

Es waren aber geniale 4 Tage, an denen wir jede Sekunde nutzten, um alles zusehen- tagsüber, sowohl auch nachts.:)

Casa Rosada- Buenos Aires Obelisk- Buenos Aires La Recoleta- Buenos Aires La Boca- Buenos Aires

 

Momentan liege ich etwas ausgeknockt mit einem kaputten Fuß im Bett und hüpfe von Stuhl zu Stuhl. Freitagabend nach dem Aerobic Kurs bin ich umgeknickt, konnte nicht mehr aufstehen und innerhalb von Sekunden hatte sich ein großes Ding an meinem rechten Fuß entwickelt, so wie ich es noch nie gesehen hatte. Im Krankenhaus stellte sich beim Röntgen zum Glück heraus, dass nichts gebrochen oder gerissen ist, sondern dass sich die Knochen komisch verschoben haben und ich jetzt ca. 10 Tage meinen Fuß hochlegen/ schonen soll. Sehr ärgerlich. Aber mittlerweile geht es schon viel besser, ich kann sogar wieder etwas Auftreten. Jetzt ist aber die Zeit der Farbenveränderung gekommen, die Beule am Fuß ändert stündlich ihre Farben, worüber man sein eigenes Tagebuch schreiben könnte.

 

Besos.<3

09Oktober
2013

es geht weiter..

Wir laufen die Straßen entlang. Straßen voller Autos, Busse, Moppeds, ganz selten ein einsames, verlorenes Fahrrad… Ein Leben auf den Straßen.

Bus. Eine normale Straße hier in Asunión.                    

„Chippas, Chippas, Chippas..!“ …

Auf der einen Seite die große Villen, riesen Supermärkte, großen Autos und auf der anderen die schlafenden Kinder auf der Straße, Straßenverkäufer, Kinder die Autos putzen und herunter gekommenen Häuser. Es ist ein Land voller Gegensätze, die Tür an Tür zueinander wohnen.Es ist heftig und zugleich traurig zu sehen, wie auf der einen Seite die Menschen viel zu viel Geld haben, jedoch auf der anderen sich noch nicht mal ein Dach über dem Kopf leisten können…Dieser Gegensatz wird von Tag zu Tag deutlicher und ich glaube sobald wir beginnen in unserem Projekt zu arbeiten, bekommen wir noch einmal eine ganz andere Seite zu Gesicht.

 …Es heißt, wir werden um 20.30 Uhr abgeholt, um 21.00 Uhr beginnt das Training und um 23.00 Uhr endet es.Wir stehen pünktlich, wie wir Deutschen so sind, um 20.30 Uhr am Treffpunkt… nach 10 Minuten werden wir etwas ungeduldig, halten uns aber mit einer SMS zurück, da wir wissen, wie die Paraguayer mit der Zeit umgehen. Nach 20 Minuten nehmen wir dann doch das Handy zur Hand und schreiben eine SMS. Es kommt als Antwort „jaja, sind gleich da“. Das „gleich“ wird von uns als 4-5 Minuten interpretiert. 15 Minuten später sehen wir die Lichter des Autos. Es ist mittlerweile 21.05 Uhr. Die Spielerinnen im Auto ganz entspannt auf den Autositzen, „Hola chicas, qué tal?“. 21.20 Uhr und wir kommen langsam am Hockeyplatz an. Hier trudeln auch die Ersten ein (21.00 war Treffpunkt!).. es wird geredet, getrascht bis dann um 21.30 in aller Ruhe das Einlaufen beginnt.Es ist ziemlich gewöhnungsbedürftig, wie sich die Unpünktlichkeit hier durch den ganzen Tag zieht. Gerne wird auch das Wort „más o menos“ benutzt, um sich nicht ganz auf eine Uhrzeit festlegen zu müssen. Eine halbe Stunde zu spät ist noch gut gemeint, meisten ziehen sich hier die Dinge um 1- 1 ½ Stunden ins Nirgendwo.:D

..wir aber haben uns mittlerweile schon ganz gut an die Paraguayische Uhr gewöhnt und lassen uns auch nur noch von wenig aus der Ruhe bringen, um pünktlich zu kommen.

Um jetzt auf das Hockeytraining zu kommen.

Wir werden vom Trainer abgeholt und wieder mitzurückgenommen, was sehr praktisch ist, weil wir sonst echte Schwierigkeiten, mit dem Hin- und Zurückkommen, hätten. Die Mädels aus der Mannschaft sind wirklich unfassbar nett und um es anders auszudrücken, wir haben ein echtes Glück mit dieser Mannschaft. In den Trainingseinheiten kommen wir gut mit und es der perfekte Ausgleich zu dem ganzen leckeren Essen, was es hier so gibt (dazu komme ich gleich näher).Am Wochenende sieht es so aus, als hätten wir schon unser erstes Spiel. Wir brauchen nur noch den Spielerpass und ein paar, zum Trikot passende, Stulpen. Ich werde berichten.

Das Essen. Es ist furchtbar lecker. Vor allem die kleinen Schlemmereien. Es beginnt mit dem Eis. Die beste Eisdiele der Stadt haben wir schon ausfindig gemacht und wurden auch schnell zu Stammgästen. Man portioniert sich das Eis an einer Theke selber, hat anschließend eine geniale Auswahl an Keksen und Toppings, die man daraufsetzt und als Krönung gießt man etwas heiße Schokolade über die selbstkreierte Eispracht, stellt es auf die Waage, bezahlt und setzt sich anschließend ganz schnell auf ein schönes Bänkchen in der Sonne und genießt es. Ein TRAUM. Sonst gibt es viele traditionelle Gerichte, wie „ Chipa“ (Gebäck aus Maismehl), „Empañadas“(Teigtaschen mit Füllung), „Milanesa“ (ähnlich wie unser Schnitzel, nur dünner) oder die „sopa paraguaya“ (feste Suppe, aus Maismehl, Öl, Milch, Zwiebelnd, Käse & Eiern).

So viele Menschen, wie ich hier in 2 ½ Wochen kennengelernt habe, habe ich, glaube ich, in Deutschland in keinen 2 Monaten kennengelernt. Die Menschen hier sind alle unfassbar gastfreundlich, offen, spontan und meistens die Ruhe in Person. Lernt man an einem Tag jemanden kennen, verabredet man sich zum Teréré trinken, setzt sich gemütlich in einen Park und redet.

  Mein eigenes Teréré Equipo Jetzt kommt der Teréré bzw. Matetee.      

Er zieht sich durch jedes Leben eines Paraguayer. Ob es der Polizist, Geschäftsmann, Straßenverkäufer, Busfahrer oder Taxifahrer ist, jeder besitzt in seiner einen Hand das Thermosgefäß, in dem an kühlen Tagen heißes (Matetee), aber während der meisten Zeit eiskaltes Wasser (Teréré) erhalten ist. Dazu gehört in der anderen Hand ein Becher mit speziellem Röhrchen, dessen Ende in ein löffelartiges Sieb übergeht. In dem Becher befinden sich Blätter des Yerb-Mate- Strauches. Der Teréré ist einerseits fantastisch den großen Durst und Appetit zu dämpfen und andererseits gilt er als sehr gesund. Dieses Ritual sieht man hier überall auf den Straßen. Der Becher wird in der Gruppe immer geteilt und herumgereicht.

Diese Teilsitte zieht sich auch durch den restlichen Alltag durch. Beispielsweiße bestellt sich abends in der Bar nicht jeder seine eigene Flasche Bier, mit seinem eigenen Glas, sondern es wird eine große Flasche, mit einem Glas bestellt, welches dann immer herumgegeben wird.

 ..wer von euch seinen Führerschein noch nicht gemacht hat und keine Lust auf das ewige Sparen und Fahrstunden machen hat, sollte einfach hierher kommen. Ihr werdet es nicht glauben, aber man kauft sich den Führerschein, anstatt ihn zu machen. Als ich das gehört habe, dachte ich schon „uhlala, dann muss das bestimmt teuer sein…“ und dann kam die Krönung, als man zu mir meinte, er kostet hier in Asunción ganze 80.000 Guaranies (das sind keine 15 Euro…)! …fande ich ziemlich erschreckend, muss ich sagen, dann wurde mir jedoch auch klar, wieso auf den Straßen so gefahren wird, wie gefahren wird. Nummernschilder an den Autos werden hier auch überbewertet, denn es reicht bei einer Polizeikontrolle aus, die richtigen Fahr      zeugpapiere, die auf den richtigen Namen stehen, vorzuzeigen.

Soo.. dass waren die zweiten großen Eindrücke, die ich euch unbedingt berichten musste. Ab nächster  Woche werden wir anfangen im Projekt zu arbeiten. Ich werde mich melden.!

Costanera am Río Paraguay. Costanera bei Sonnenuntergang.:) Costanera.

Liebste Grüße aus der Wärme.

<3.

27Sept
2013

Los primeros días.

unsere Küche.;) Die Küche.;) erster Ausflug zum Río Paraguay. Neben unserem Haus. El internado. Unser Zimmer.:). in diesem Häusschen leben wir.:) eines der ersten Frühstücke.:)La vida en Paraguay. Hola.:)

… es sind zwar erst ein paar Tage hier vergangen – wobei
schon fast eine ganze Woche- aber es kommt uns vor wie eine halbe Ewigkeit.
Jede Stunde träufeln so viele neue Eindrücke auf uns ein, jeden Tag neue
Personen, da sind die paar Tage schon eine halbe Ewigkeit. Auch, wenn unser
Spanisch nicht vollständig correcto ist, versuchen wir uns mit Händen und Füßen
irgendwie durch den Alltag zu kämpfen und dabei unseren besten Freund, das
Wörterbuch, zu benutzen.:P

Nachdem wir dachten, es hätte hier durchgängige 30-40
Grad und wir genau einen Pulli eingepackt hatten, waren wir etwas erschrocken.
Die ersten zwei Tage hatte es um die 10-15 Grad und es war unfassbar kalt (die
Einheimischen sind mit ihren dicksten Klamotten und Mütze herumgelaufen), bis
sogar der Kamin angemacht wurde, mittlerweile ist es wärmer geworden und hat
die 25 Grad- Grenze geknackt.;)

Ich weiß gar nicht so genau, wo ich beginnen,
weitermachen und aufhören soll…weil es so viel zu erzählen gibt…

Also zum Anfang.. Das Internado (auch Orfa genannt), in
dem wir leben ist echt genial. Es ist sehr nah am Zentrum, mitten im Grünen und
die Zimmer sind verhältnismäßig richtig gut. Auch, wenn die Küche mit einem
Löffel, keinem Glas und ein paar verrosteten Messer ausgestattet ist, haben wir
uns schon relativ gut daran gewöhnt und haben uns den ein oder anderen Löffel
dazu gekauft.

Hier im Orfa leben außer uns noch 6 andere Deutsche (ein
Praktikant, eine Auslandsstudentin und 4 andere FSJ’ler) und ansonsten nur
Studenten, die Meisten aus Paraguay, manche aber auch aus Argentinien oder
Brasilien.

Beim täglichen Aufwachen wird man von dem lieben Papagei
mit einem freundlich-krächzenden „Hola“ begrüßt, der dies dann den Tag über
durchgängig vor sich hin sagt.

Dann kommt das Abenteuer der Busfahrt. Es gibt keine
genauen Busfahrpläne, Haltestellen oder sonst was. Man hat hierbei das Glück
oder auch das Pech, zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu stehen, um dann
seine Hand herauszustrecken und dann von einem Bus mitgenommen zu werden. Das
hört sich jetzt ziemlich chaotisch an, aber erschreckenderweise funktioniert
dieses (nichtvorhandene) System sehr gut. Man kommt immer zum richten Ort, wenn
auch mit ein paar Minuten Verspätung (dies wird einem hier jedoch nicht übel
genommen, da hier niemand wirklich pünktlich ist.;)). Außerdem geht es den
Busfahrern weniger darum, die Leute sicher an einen Ort zu bringen, sondern um
ein gefühltes Wettrennen mit den anderen Bussen und das Mitnehmen von möglichst
vielen Leuten in möglichst kurzer Zeit.

Für den Bus zahlt man immer 2.000 Guaranies (das sind
nicht mehr als 30 Cent), egal wohin man fährt, das ist echt günstig und
praktisch, da man fast überall mit dem Bus hinfahren muss.

Dass 1.000 Guaranies gerade mal 20 Cent sind, ist sehr gewöhnungsbedürftig
und anfangs denkt man, alles wäre unfassbar teuer, jedoch ist dies (in den
meisten Fällen) eher das Gegenteil.

Ein Liter Bier beispielsweiße kostet in einer Bar 15.000
Guaranies (2,50 Euro) oder ein Vollkornbrot (kommt keinesfalls an unser
leckeres Brot in Deutschland ran, aber näher als irgendein komisches Toastbrot)
3.000 Guaranies (60 Cent). Das macht den alltäglichen Einkauf im Superseis um
einiges einfacher. ;)

Unsere Hockeyschläger für das Projekt sind leider noch nicht angekommen und uns wurden auch schon viele Hoffnungen genommen, da ein
Brief, der vor 4 Monaten abgeschickt wurde, noch nicht einmal angekommen ist. Wir
aber bleiben optimistisch und hoffen, dass sie noch ankommen. Außerdem haben
sie ja noch 2 Wochen Zeit, da wir momentan noch den Sprachkurs haben.;)

Das mit dem Hockeytraining in der UNA Hockey war auch
nicht so einfach wie erwartet. Einer aus dem Orfa hat uns gesagt wie weit es
weg ist (30 Minuten mit dem Bus) und dass nach 21.00/22.00 Uhr keine Busse mehr
fahren und da das Training bis 23.00 Uhr geht, war das dann etwas schwer. Jetzt
haben wir mit dem Coach geschrieben/ telefoniert und er sucht eine von den Spielerinnen,
die uns eventuell mit dem Auto mit zurück nehmen könnte (muy bien!!.;)).
Heute Abend werden wir das erste Mal dann dorthin fahren und hoffen, dass wir
das Training überleben, denn wir waren die letzten Tage joggen und haben davon
schon unfassbare Muskelkater. :D

Da gibt es noch etwas.

5 Minuten zu Fuß von hier entfernt ist ein Sportplatz vom
Militär. Das komische hierbei ist, dass man bezahlt, um bewacht Sport zu
machen… natürlich fühlt man sich viel sicherer, wenn man weiß, es passiert
einem nichts beim Joggen, aber es ist schon komisch, da es einfach völlig
gegensätzlich ist, zu zu Hause.

So, das waren jetzt erst mal die ersten Lebenszeichen,
ich melde mich auf jeden Fall bald wieder mit Neuigkeiten aus dem lieben
Paraguay.!.:)

Ein bisschen warme Sonne an euch, ins kalte
Deutschland.!.

Muchos Saudos.

<3.